26. Mainzer Mediengespräch: Zwischen Angebot und Aufmerksamkeit: Wie kommt die Vielfalt in den Feed?
Soziale Medien sind für die Vermittlung von Informationen über politisch oder gesellschaftlich relevante Angelegenheiten zunehmend zentral. Inhalte, auch von großen Medienanbietern, unterliegen dort allerdings der Kuratierung der Diensteanbieter und stehen mit einer Vielzahl anderer Inhalte in Konkurrenz. Die Informationsumgebung gestalten viele Nutzende durch ihr Rezeptionsverhalten so, dass eine reflektierte Informationsverarbeitung aus verlässlichen (Medien-)Quellen kaum mehr stattfindet. Daraus können sich prekäre Formungen individueller Meinungsbildung ergeben, die als Demokratieproblem begriffen werden. Vielfalt in den Medien wird daher in der rechtspolitischen Debatte zunehmend von den Nutzenden aus betrachtet.
Wie kann in einer freiheitlichen Ordnung, die auf die Mündigkeit der grundrechtsberechtigten Menschen setzt, regulatorisch Einfluss auf Nutzungsverhalten und Rezeptionserfolg genommen werden, ohne jene Prämisse der Freiheitlichkeit zu untergraben? Da die traditionellen Instrumente negativer Vielfaltssicherung, namentlich die kartellrechtliche und medienrechtliche Konzentrationskontrolle, insoweit weniger zweckgeeignet scheinen, rücken auf die Aufmerksamkeit der Nutzenden gerichtete Konzepte in den Fokus, so auch in dem Vorschlag, Regelungen zur besseren Auffindbarkeit journalistischer Inhalte zu schaffen.
Mit den Konzepten und Instrumenten zur Sicherung guter Information im digitalen Raum möchte sich das diesjährige Mainzer Mediengespräch befassen.
> Einladung
Termin:
Donnerstag, 21. Mai 2026 um 18:00 Uhr
Ort der Veranstaltung:
Alte Mensa (Atrium maximum) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Johann-Joachim-Becher-Weg 5, 55128 Mainz
Eine Anmeldung ist erforderlich:
Bitte melden Sie sich bis zum 12. Mai 2026 an über: anmeldung@mainzer-medieninstitut.de
__________________________________________________________________________________________________________
diskussion
PD Dr. Hannes Beyerbach
Lehrstuhlvertreter an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Georgios Gounalakis
Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich
Heike Raab
Staatssekretärin in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa und Medien