1. Mainzer Mediengespräch: Was darf Fernsehen? Menschenwürde als Grenze der Programmfreiheit
1. Mainzer Mediengespräch: Was darf Fernsehen? Menschenwürde als Grenze der Programmfreiheit
Die Frage nach den Grenzen programmlicher Freiheit von Fernsehveranstaltern ist wieder hochaktuell: Nach „Reality-TV“ ist es jetzt das Format „Real-Life-Soap“. Selten hat in den vergangenen Jahren ein Stichwort so breite und kontroverse Diskussionen in der Gesellschaft ausgelöst wie das Programmvorhaben „Big Brother“.
In der Debatte, die schon vor dem Sendestart des neuen Formats einsetzte und noch weiterhin anhält, sehen sich Programmveranstalter und der befürwortende Teil des Publikums der energisch vorgetragenen Forderung nach dem Verbot von Sendungen dieser Art gegenüber. Hierbei wurden bisweilen – durchaus auf beiden Seiten – die rechtlichen Aspekte mit gesellschaftspolitischen Wunschvorstellungen vermengt.
Das Mainzer Medieninstitut und die Johannes Gutenberg-Universität möchten mit dem ersten Mainzer Mediengespräch an die öffentliche Debatte anknüpfen, die Grenzen der Programmfreiheit eingehend analysieren und mögliche Lösungsansätze diskutieren.
Die Veranstaltung hat am 19. Juni 2000 stattgefunden.
ERÖFFNUNG und BEGRÜSSUNG
Professor Dr. Volker Hentschel
Dekan des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Staatssekretär Klaus Rüter
Vorsitzender des Mainzer Medieninstituts e.V., Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
VORTRAG: MENSCHENWÜRDE ALS GRENZE DER PROGRAMMFREIHEIT
Professor Dr. Dieter Dörr
Direktor des Mainzer Medieninstituts,
Universitätsprofessor am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
DISKUSSION
Josef Andorfer
Geschäftsführer der RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG
Dorothee Bölke
Rechtsanwältin und Medienberaterin
Staatssekretär Klaus Rüter
Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Wolfgang Thaenert
Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk
MODERATION
Professor Dr. Rudolf Gerhardt
Institut für Publizistik, Fachbereich Sozialwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz