Die Schriftenreihe "Studien zum deutschen und europäischen Medienrecht" des Mainzer Medieninstituts wird von Professor Dr. Dieter Dörr und Professor Dr. Udo Fink, mit freundlicher Unterstützung der Dr. Feldbausch-Stiftung herausgegeben. Diese Schriftenreihe erscheint bei der Peter Lang GmbH (Frankfurt am Main), Europäischer Verlag der Wissenschaften. Dort können die einzelnen Bände per Online-Bestellung angefordert werden.

In der Schriftenreihe sind bisher erschienen:

Rolf Schwartmann, Die Beteiligung von Presseunternehmen am Rundfunk
Harald Bretschneider,
Bewertung crossmedialer Verflechtungen im Medienkonzentrationsrecht
Caroline Hahn, Die Aufsicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Marco Rau,
Der Internationale Schutz von Domainnamen und Markenrechten im Internet
Carola Drechsler,
Europäische Förderung audiovisueller Medien zwischen Welthandel und Anspruch auf kulturelle Vielfalt
Kristoff M. Ritlewski,
Pluralismus als Strukturprinzip im Rundfunk
Christine Scheunert,
Europäischer Jugendschutz für das Fernsehen
Felix Heimann,
Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik

Daniel Rudolph, Vielfalt im Pressewesen
Kai Friedrich Zentara, Medienordnung und Öffentlicher Diskurs
Nina Knorre,
Die Abwicklung des Arbeitsverhältnisses nach erfolgreicher Statusklage im Rundfunk
Jörg Michael Voß,
Pluraler Rundfunk in Europa - ein duales System für Europa?
Julia Niebler, Die Stärkung der Regionalfensterprogramme im Privaten Rundfunk als Mittel zur Sicherung der Meinungsvielfalt durch den Achten Rundfunkänderungsstaatsvertrag
Hans Martin Schmidt,
Rundfunkgebührenfinanzierung unter dem GATS
Nina Nicole Hütt,
Zur Frage der Existenz von Hörfunkrechten des Sportveranstalters unter besonderer Berücksichtigung der Fußball-Bundesliga
Dieter Dörr/Simone Sanftenberg/ Rolf Schwartmann (Hrsg.),
Medienherausforderungen der Zukunft
Dieter Dörr / Stephanie Schiedermair,
Ein kohärentes Konzentrationsrecht für dei Medienlandschaft in Deutschland
Nathalie Hellmuth,
Arte - Europa auf Sendung
Simone Naumann,
Die arbeitnehmerähnliche Person in Fernsehunternehmen
Valérie Schüller,
Die Auftragsdefinition für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach dem 7. und 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Böge, Ulf / Doetz, Jürgen / Dörr, Dieter / Schwartmann, Rolf, Wieviel Macht verträgt die Vielfalt?
Möglichkeiten und Grenzen von Medienfusionen

Johannes Gerhard Reitzel, Arbeitsrechtliche Aspekte der Arbeitnehmerähnlichen im Rundfunk
Dorit Bosch, Die "Regulierte Selbstregulierung" im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
Henrike Maaß, Der Dokumentarfilm - Bürgerlichrechtliche und urheberrechtliche Grundlagen der Produktion
Stephanie Reese, Der Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der Digitalisierung
Sylke Wagner, Das Websurfen und der Datenschutz
Sabine Groh, Die Bonusregelungen des § 26 Abs. 2 S. 3 des Rundfunkstaatsvertrages
Christine Jury, Die Maßgeblickeit von Art. 49 EG für nationale rundfunkpolitische Ordnungsentscheidungen
Frauke Blechschmidt, Das Instrumentarium audiovisueller Politik der Europäischen Gemeinschaft aus kompetenzrechtlicher Sicht
Dieter Dörr / Stephanie Schiedermair, Die Deutsche Welle
Dieter Dörr (Hrsg.), Rundfunk über Gebühr? 3. Mainzer Mediengespräch
Dieter Dörr / Stephanie Schiedermair, Rundfunk und Datenschutz
Christian Ebsen, Fensterprogramme im Privatrundfunk als Mittel zur Sicherung von Meinungsvielfalt
Stefan Sporn, Die Ländermedienanstalt  
Markus Nauheim, Die Rechtmäßigkeit des Must-Carry-Prinzips im Bereich des digitalisierten Kabelfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland
Dieter Dörr (Hrsg.), www.otello.de - Klassik nur noch im Internet oder per pay?
Dieter Dörr, Sport im Fernsehen: Die Funktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei der Berichterstattung
Torsten Schreier, Das Selbstverwaltungsrecht der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
Wolfgang Lent, Rundfunk-, Medien-, Teledienste
Martin Stock, Medienfreiheit in einer EU-Grundrechtscharta: Art. 10 EMRK ergänzen und modernisieren!
Dieter Dörr unter Mitarbeit von Mark D. Cole, Big Brother und die Menschenwürde
Claudia Braml, Das Teleshopping und die Rundfunkfreiheit
Dieter Dörr, Umfang und Grenzen der Rechtsaufsicht über die Deutsche Welle.
Peter Charissé, Die Rundfunkveranstaltungsfreiheit und das Zulassungsregime der Rundfunk- und Mediengesetze.

 

Rolf Schwartmann

Band 44
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Die Beteiligung von Presseunternehmen am Rundfunk

Presseunternehmen mit marktbeherrschender Stellung dürfen nach dem nordrhein-westfälischen Medienrecht keinen beherrschenden Einfluss auf Rundfunkveranstalter ausüben. Das Maß der Beteiligung von Presseunternehmen am Rundfunk unterlag bisher einer Einzelfallentscheidung der Landesanstalt für Medien. Der Gesetzgeber in NRW hat die entsprechende Regelung nunmehr konkretisiert. Das hier abgedruckte Gutachten wurde im Vorfeld der Novellierung des Landesmedienrechts NRW im Auftrag des Ministers für Bundesan-gelegenheiten, Europa und Medien angefertigt. Es beschreibt unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen rechtliche Möglichkeiten zur Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht bei Beteiligungen von Presseunternehmen am Rundfunk. Zugleich werden Handlungsmöglichkeiten des Gesetzgebers ausgelotet und Lösungsmodelle ausgearbeitet.

Harald Bretschneider



Band 43
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Bewertung crossmedialer Verflechtungen im Medienkonzentrationsrecht

Das nationale Medienkonzentrationskontrollrecht bewegt sich in einem Spannungsfeld, in dessen Rahmen im Wesentlichen zwei Positionen miteinander konkurrieren: die publizistische Vielfalt und die nationale Medienwirtschaft. Diese Arbeit befasst sich mit der zentralen Forschungsfrage, wie sich die beiden EU-Mitgliedstaaten Deutschland und Großbritannien in diesem Spannungsfeld bewegen und inwiefern ihre nationalen gesetzlichen Regelungen den mannigfaltigen Anforderungen einer modernen Medienlandschaft gerecht werden. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche Vorteile in einer europäischen Lösung zu sehen sein könnten und wie eine solche sinnvollerweise ausgestaltet sein müsste.

 

Caroline Hahn



Band 42
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Die Aufsicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten existieren in Deutschland seit gut 60 Jahren. Ihre noch heute gültige binnenplurale Organisationsform besteht im Wesentlichen seit ihrer Gründung fort. Dies obwohl gegen das damit verbundene Aufsichtssystem von Beginn an Einwände bestanden. Ist das bestehende Aufsichtssystem noch zeitgemäß? Können die Gremien ihre Aufgaben effektiv wahrnehmen? Können sie den neuen Herausforderungen des Dreistufentestverfahrens gerecht werden? Ist der Einfluss des Staates in den Gremien hinnehmbar? Stellt sich die Aufsichtspraxis der ARD noch als zukunftsweisend dar? All diesen Problemfeldern widmet sich die Arbeit, die mit einem Reformmodell für die Praxis Antworten gibt.

 

Marco Rau



Band 41
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Die Aufsicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Streitigkeiten um Internetdomains beschäftigen seit Jahren nicht nur staatliche Gerichte. Die Struktur des Web hat die Lösung von Domainnamenskonflikten durch außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren begünstigt. Die Arbeit untersucht den Streitschlichtungsmechanismus der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) für generische Top-Level-Domains (gTLDs). Die rechtliche Verbindlichkeit der hierzu weltweit angewandten UDRP Schiedsregeln (Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy) gründet sich nur auf deren zivilvertragliche Geltung. Die rechtsvergleichende Analyse des Rechtsbildungsprozesses dieses globalen Zivilrechtsregimes bildet den Kern der Abhandlung, dabei werden Unterschiede bei der Auslegung der UDRP durch die akkreditierten Schiedsgerichte evaluiert. Schließlich wird die UDRP Schiedspraxis neben die des Streitbeilegungsverfahrens für .eu-Domains gestellt und die Übertragbarkeit dieser Regulierung auf andere Bereiche der Ressource Internet behandelt.

 

Carola Drechsler



Band 40
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Europäische Förderung audiovisueller Medien zwischen Welthandel und Anspruch auf kulturelle Vielfalt

Gegenstand der Untersuchung sind Fördermaßnahmen der EG und des Europarates zugunsten der europäischen audiovisuellen Medienindustrie und deren Vereinbarkeit mit dem Welthandelsrecht. Diese Fördermaßnahmen haben protektionistische Wirkungen, da sie nichteuropäische Werke auf dem europäischen Markt schlechter stellen als europäische Werke. Insoweit entsteht eine Kollision mit den Regelungen des Welthandelsrechts, welches ein generelles Diskriminierungsverbot vorsieht. Die bestehenden umfassenden Ausnahmeregelungen im GATS führen im Ergebnis noch zu einer Vereinbarkeit der Fördermaßnahmen mit dem Recht der WTO. Aufgrund des Liberalisierungsdrucks und einer zu erwartenden vollständigen Liberalisierung des GATS ist davon auszugehen, dass das Diskriminierungsverbot auch für alle noch ausgeschlossenen Wirtschaftssektoren Anwendung finden wird. In diesem Falle wären die Fördermaßnahmen mit dem Recht der WTO unvereinbar. In der Arbeit wird die Möglichkeit untersucht, ob die UNESCO-Konvention mit ihrer Rücksichtnahmepflicht auf kulturelle Aspekte die widerstreitenden Interessen in einen Ausgleich bringen könnte.

 

Kristoff M. Ritlewski



Band 39
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Pluralismus als Strukturprinzip im Rundfunk

Die Rundfunkregulierung gehört zu den schwierigsten Aufgaben des Gesetzgebers: Einerseits hat er einen gesamten Ordnungsrahmen zu gestalten, andererseits darf in die Rundfunkfreiheit nicht eingegriffen werden. Der Verfasser untersucht die Medienwirkung des Rundfunks, die den eigentlichen Rechtfertigungskern der Regulierung nach Wegfall technischer Sondersituationen darstellt. Hieraus ergibt sich ein spezifisches Anforderungsprofil für materielle und organisatorische Regulierungsparameter, die der Rechtsprechung des Verfassungsgerichts und dem einfachen Rechtsrahmen in Deutschland und Polen gegenüber gestellt wurden. Es festigt sich ein Bild des Pluralismus als leitendes Strukturprinzip der Rundfunkregulierung. Neben der anerkannten Funktion des Pluralismus als Ziel der Ausgestaltungsgesetzgebung kann an seinem Maßstab jede einzelne Organisationsentscheidung und materielle Vorgabe überprüft werden. Durch seine Herkunft aus dem Wesensgehalt des Art. 5 GG und seine Rückbindung an die eigentliche Regulierungsrechtfertigung der Medienwirkung ergibt sich dadurch ein überraschendes Ergebnis: Das Strukturprinzip des Pluralismus wird zur Rechtfertigungsschranke für Ausgestaltungsgesetze.

 

Christine Scheunert



Band 38
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Europäischer Jugendschutz für das Fernsehen

Der Jugendschutz für das Fernsehen und seine gemeinschaftsrechtliche Regelung bleiben aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung aktuelle Themen. Der europäische Jugendschutz befindet sich hierbei im Spannungsfeld zwischen der Wahrung kultureller Vielfalt und einem gemeinsamen Markt. Um Möglichkeiten und Grenzen eines einheitlichen Jugendschutzes zu bestimmen, untersucht diese Arbeit die Umsetzung der Fernsehrichtlinie, nunmehr Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste, in ausgewählten Mitgliedstaaten. Zum einen kann so die Effektivität der geltenden Richtlinienbestimmungen bewertet werden, zum anderen ergeben sich nationale Regelungsansätze, die auf die europäische Ebene übertragbar sind. Sodann wird ermittelt, inwieweit die geltenden europäischen Vorschriften sowie eine verbindliche Umsetzung geeigneter nationaler Jugendschutzstrukturen auf die Gemeinschaftskompetenz aus Art. 55 i.V.m. 47 EG gestützt werden können. Die Arbeit schließt mit konkreten Änderungsvorschlägen an den europäischen Gesetzgeber.
Das Buch enthält eine polnischsprachige Zusammenfassung.

 

Felix Heimann



Band 37
Bestellung

Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik

Die Printmedien besetzen auch im Zeitalter elektronischer Kommunikation eine führende Rolle in der öffentlichen Meinungsbildung. Eine freie Presse ist notwendig zur Aufdeckung gesellschaftlicher Missstände und gehört zu den Grundpfeilern einer demokratischen Gesellschaft. Auffallend ist allerdings auch der immer rücksichtslosere Umgang mit den Persönlichkeitsrechten des Einzelnen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Macht der Medien stellt sich die Frage, ob das vorhandene System der Presseselbstkontrolle noch zeitgemäß ist. Auf der Basis aktueller Fälle wird eine kritische Überprüfung der Einhaltung ethischer und presserechtlicher Regeln vorgenommen und es werden neue Wege, aber auch Verbesserungsvorschläge und Lösungsmöglichkeiten im Rahmen der Presseselbstkontrolle aufgezeigt.

Daniel Rudolph



Band 36
Bestellung

Erhalt von Vielfalt im Pressewesen

Welche Mittel stehen dem Staat zur Verfügung, um die Vielfältigkeit des Pressewesens zu erhalten? Nach der «Zeitungskrise» der letzten Jahre nehmen die Konzentrationstendenzen im Pressebereich wieder zu. Damit stellt sich die Frage, ob es notwendig ist, mithilfe von staatlichen Maßnahmen Vielfalt im Pressewesen zu erhalten und wie diese Maßnahmen gestaltet sein sollten. Der Autor versucht in seiner Arbeit dieser Frage auf den Grund zu gehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer juristischen Analyse, zusätzlich werden Erkenntnisse aus den Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften berücksichtigt. Es wird untersucht, warum eine Vielfalt der Medien notwendig ist. Ferner wird der Inhalt des Begriffs «Vielfalt» ausgefüllt und den Fragen nachgegangen, wie das Ordnungssystem der Medien Vielfalt produziert und weshalb es zur Beschränkung von Vielfalt kommt. Zudem wird die Verfassungsmäßigkeit eines möglichen publizistischen Ansatzes im Pressebereich überprüft. Abschließend wird eine Vielzahl alter und neuer Vorschläge für Maßnahmen zum Erhalt von Vielfalt auf ihre Verfassungsmäßigkeit und ihre Wirkung hin untersucht.

 

Kai Friedrich Zentara



Band 35
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Medienordnung und Öffentlicher Diskurs

In Aufnahme und Weiterführung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts analysiert der Verfasser in dieser Arbeit die grundlegende staatstheoretische Bedeutung des Öffentlichen Diskurses für die Umsetzung des demokratischen Prinzips. Im Blickpunkt stehen neben der Funktionsweise auch die dem Öffentlichen Diskurs unter den Bedingungen des heutigen Medienwirtschaftsprozesses drohenden Gefahren, wie etwa vorherrschende Meinungsmacht. Darauf aufbauend wird zunächst eine allgemeine verfassungsrechtliche Pflicht des Staates festgestellt, die Funktionstüchtigkeit des Öffentlichen Diskurses zu sichern. Sodann konkretisiert der Autor - u.a. differenzierend nach den einzelnen Produktionsstufen des Medienwirtschaftsprozesses - medienträgerübergreifende Regulierungsvorgaben.
In einem zweiten Teil werden die in Deutschland derzeit bestehende allgemeine Ordnung der Medienmärkte zur Sicherung der Vielfalt, das gesetzgeberische Instrumentarium zur Offenhaltung öffentlicher und privater Informationsquellen, zur Sicherung von Wahrhaftigkeit, Sachlichkeit und Vollständigkeit sowie zur Offenhaltung der Distributionswege umfassend dargestellt, bewertet und Verbesserungsbedarfe aufgezeigt.

 

Nina Knorre



Band 34
Bestellung

Die Abwicklung des Arbeitsverhältnisses nach erfolgreicher Statusklage im Rundfunk

Die Rundfunkunternehmen beschäftigen verhältnismäßig viele Personen auf Basis einer freien Mitarbeit. Während freie Mitarbeiter oft deutlich besser vergütet werden als ihre festangestellten Kollegen, genießen sie nicht den weitgehenden gesetzlichen Schutz eines Arbeitnehmers. Dies kann zu Situationen führen, in denen sich ein als freier Mitarbeiter eingestellter Beschäftigter auf seinen Status als Arbeitnehmer beruft. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Konsequenzen, die sich im Fall einer nachträglichen Feststellung der Arbeitnehmerschaft für beide Vertragsparteien ergeben und berücksichtigt dabei die fernsehrechtlichen Besonderheiten. Insbesondere zeigt die Arbeit, dass eine nachträgliche Statusklärung für den Mitarbeiter nicht nur Vorteile, sondern auch erhebliche finanzielle Risiken mit sich bringen kann.

Jörg Michael Voß



Band 33
Bestellung

Pluraler Rundfunk in Europa - ein duales System für Europa?

Die Europäische Union hat sich aufgrund primärrechtlicher Erweiterungen, aber auch mit der Verabschiedung einer eigenen Grundrechtecharta über eine reine Wirtschaftsunion hinaus zu einem politischen Verbund entwickelt. Mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon, der die Europäische Integration vorantreiben möchte und die Grundrechtecharta zu verbindlich geltendem Recht erklärt, wird diese Entwicklung weiter voranschreiten. In diesem Kontext beschäftigt sich die Arbeit mit der Frage, ob die europäische Behandlungsweise des Rundfunks diesen veränderten Strukturen der Europäischen Union gerecht wird. Es wird untersucht, welche Funktionen der Rundfunk - und dabei entsprechend der dualen Ausgestaltung in den Mitgliedstaaten vorwiegend der öffentlich-rechtliche Rundfunk - in Europa einnimmt und welche er einnehmen sollte. Hierzu werden die dualen Rundfunkordnungen in Deutschland sowie in sämtlichen weiteren Mitgliedstaaten der Europäischen Union analysiert. Es werden einzelne rundfunkbezogene Rechtsakte und rundfunkpolitische Aktivitäten auf europäischer Ebene aufgegriffen und darauf überprüft, ob sie den Anforderungen einer pluralen Rundfunkordnung gerecht werden. Aus den mitgliedstaatlichen Verfassungen sowie aus der Rechtsprechung des EGMR und des EuGH zur Meinungsfreiheit gemäß Art. 10 EMRK und der Ausgestaltung des Art. 11 Abs. 2 Grundrechtecharta werden Rückschlüsse gezogen für ein europäisches Verständnis der Meinungs- und Medienfreiheit. Die Ergebnisse der Untersuchungen führen zu dem Vorschlag, auf europäischer Ebene zumindest die Rahmenbedingungen einer von Pluralismus gekennzeichneten dualen Rundfunkordnung - z.B. durch Ausgestaltung eines eigenen Rundfunkartikels - festzuschreiben.

Julia Niebler




Band 32
Bestellung

Die Stärkung der Regionalfensterprogramme im Privaten Rundfunk als Mittel zur Sicherung der Meinungsvielfalt durch den Achten Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Die Novellierung des § 25 Abs. 4 RStV durch den Achten Rundfunkänderungsstaatsvertrag sollte eine Stärkung der Regionalfensterprogramme in ihrer vielfaltsichernden Funktion bewirken. Die Abhandlung stellt die Entwicklung regionaler Fensterprogramme dar, erläutert die Regelungsbestandteile des § 25 Abs. 4 RStV und ihre Ausgestaltung durch die Fernsehfensterrichtlinie der Landesmedienanstalten und befasst sich mit der Frage, ob Regionalfensterprogramme tatsächlich ein verfassungsrechtlich legitimiertes Instrument zur Sicherung der Meinungsvielfalt im Privatrundfunk darstellen oder ob durch die in § 25 Abs. 4 RStV enthaltenen Verpflichtungen - insbesondere das Erfordernis der gesellschaftsrechtlichen Entflechtung von Haupt- und Fensterprogrammveranstalter - die Programmfreiheit und unternehmerische Freiheit der betroffenen privaten Rundfunkveranstalter in verfassungswidriger Weise beschränkt werden.

Hans-Martin Schmidt



Band 31
Bestellung

Rundfunkgebührenfinanzierung unter dem GATS

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen einer möglichen internationalen Dienstleistungsliberalisierung auf die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Maßgebliche Relevanz hat dabei das Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS). Ferner wird untersucht, wie auch im Falle von zukünftigen Liberalisierungszugeständnissen im audiovisuellen Sektor die Autonomie der EU-Mitgliedstaaten zur Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gesichert werden kann. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Rolle der UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt und ihr Verhältnis zum WTO-Recht.eit Dezember 2001 veranstalten die Lehrstühle von Dieter Dörr und Udo Fink (Universitätsprofessoren an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz) unter Mitwirkung von Rolf Schwartmann (Kölner Forschungsstelle für Medienrecht) Blockseminare zum Medienrecht. Um einen Praxisbezug der Seminare herzustellen, gehört seit 2005 der Südwestrundfunk in Person der Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz Simone Sanftenberg zu den Veranstaltern. Im Dezember 2006 fand das Medienrechtsseminar zum sechsten Mal statt. Es stand unter dem Thema «Medienherausforderungen der Zukunft». Dieses Seminar brachte so überdurchschnittlich gute Leistungen hervor, dass eine Auswahl der schriftlichen Fassungen in diesem Band der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.
Die Arbeit wurde mit dem Preis der Dr. Feldbausch-Stiftung ausgezeichnet.

Nina Nicole Hütt



Band 30
Bestellung

Zur Frage der Existenz von Hörfunkrechten des Sportveranstalters unter besonderer Berücksichtigung der Fußball-Bundesliga

Die Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Standpunkten zur Frage der Existenz von Hörfunkrechten. Aktuelle Bedeutung hat dieses Thema durch einen Musterrechtsstreit, den der private Hörfunksender Radio Hamburg GmbH & Co. KG gegen den FC St. Pauli e.V., den Hamburger Sport-Verein e.V. sowie die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH bisher erfolglos führte. Der BGH hat hierzu entschieden, dass den Vereinen aus dem Hausrecht am Veranstaltungsort ein Hörfunkrecht im Sinne eines selbständig verwertbaren Wirtschaftsguts zusteht. Nach Auffassung der Verfasserin darf entgegen der Entscheidung des BGH das Hausrecht, das Ausfluss von Eigentum und Besitz am Veranstaltungsort ist und primär der Sicherstellung der Ordnung im Veranstaltungsort dient, nicht als Rechtsgrundlage für die Erhebung einer Lizenzgebühr für die Live-Berichterstattung herangezogen werden. Letztlich müssen die Hörfunkreporter zur Live-Berichterstattung aus dem Stadion ohne Entrichtung eines Lizenzentgelts gegen einen Aufwendungsersatz zugelassen werden, da die Berufsfreiheit der Sportveranstalter hinter der Rundfunkfreiheit der Medienvertreter zurücksteht.

Dieter Dörr, Simone Sanftenberg, Rolf Schwartmann



Band 29
Bestellung

Medienherausforderungen der Zukunft

Seit Dezember 2001 veranstalten die Lehrstühle von Dieter Dörr und Udo Fink (Universitätsprofessoren an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz) unter Mitwirkung von Rolf Schwartmann (Kölner Forschungsstelle für Medienrecht) Blockseminare zum Medienrecht. Um einen Praxisbezug der Seminare herzustellen, gehört seit 2005 der Südwestrundfunk in Person der Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz Simone Sanftenberg zu den Veranstaltern. Im Dezember 2006 fand das Medienrechtsseminar zum sechsten Mal statt. Es stand unter dem Thema «Medienherausforderungen der Zukunft». Dieses Seminar brachte so überdurchschnittlich gute Leistungen hervor, dass eine Auswahl der schriftlichen Fassungen in diesem Band der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

 

 

Dieter Dörr, Stephanie Schiedermair



Band 28
Bestellung

Ein kohärentes Konzentrationsrecht für die Medienlandschaft in Deutschland

Die beantragte Fusion von Springer und ProSiebenSat.1 hat in Deutschland eine Diskussion um die Regelung der Medienkonzentration entfacht. Diese Untersuchung skizziert den rechtlichen Rahmen des Medienkonzentrationsrechts und beleuchtet die geltende Rechtslage kritisch. So plädieren die Verfasser materiellrechtlich für eine Beibehaltung des unbestimmten Rechtsbegriffs der vorherrschenden Meinungsmacht in § 26 Abs. 2 RStV. Verfahrensrechtlich betrachten die Verfasser die parallele Prüfung der Medienkonzentration durch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und die Konferenz der Direktoren der Landesmedienanstalten (KDLM) als ineffizient und befürworten eine stärkere Stellung der KEK sowie eine gesetzliche Pflicht zur Zusammenarbeit zwischen KEK und Kartellamt. Konkret formulierte Änderungsvorschläge für den Rundfunkstaatsvertrag schließen die Untersuchung ab.

 

 

Nathalie Hellmuth



Band 27
Bestellung

Arte - Europa auf Sendung

Der Europäische Kulturkanal ARTE ist einmalig in der europäischen Rundfunklandschaft. Was zeichnet die besondere Rechtsstellung dieses Fernsehsenders aus? Steht der im Kompromisswege entwickelte, vom deutschen Rundfunkstandard abweichende Rechtsstatus von ARTE im Einklang mit den Vorgaben des Grundgesetzes? Diese Fragen werden in der Abhandlung eingehend untersucht und beantwortet. Die Autorin zeigt dazu die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen - insbesondere die Kooperationsgrenzen der in Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG geschützten Rundfunkfreiheit - auf, die auch für zukünftige Beteiligungen von ARD und/oder ZDF an einem vergleichbaren supranationalen Gemeinschaftssender einzuhalten wären.

 

 

Simone Naumann



Band 26
Bestellung

Die arbeitnehmerähnliche Person in Fernsehunternehmen

In Deutschland gibt es kaum eine Branche, in der im Verhältnis zu den Arbeitnehmern derart viele arbeitnehmerähnliche Personen beschäftigt werden wie bei den Medien. Sie genießen nach dem Gesetz nur einen unzureichenden Schutz, welcher unter Berücksichtigung der fernsehrechtlichen Besonderheiten als ein Schwerpunkt dieser Arbeit dargestellt wird. Der lückenhafte gesetzliche Schutz wird meist mit der Existenz des § 12a TVG gerechtfertigt. Ob in Fernsehunternehmen tatsächlich häufig von der durch § 12a TVG gewährleisteten Möglichkeit Gebrauch gemacht wird und dadurch die bestehenden gesetzlichen Regelungslücken kompensiert werden, ist ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit. Dafür werden die Tarifwerke in Fernsehunternehmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Schutzlücken und der Interessen der arbeitnehmerähnlichen Personen untersucht. Abschließend erfolgt der Entwurf eines Idealtarifvertrages.

 

 

Valérie Schüller



Band 25
Bestellung

Die Auftragsdefinition für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach dem 7. und 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Die Länder haben mit der Neuregelung der §§ 11 und 19 RStV den Versuch gemacht, unter Beachtung des Gebots der Staatsferne die inzwischen auch nach europarechtlichen Vorgaben notwendige Konkretisierung des Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks herbeizuführen. Die Abhandlung stellt die europarechtlichen Vorgaben dar, beleuchtet die Konkretisierungsnormen und befasst sich schließlich mit der Frage, ob diese Konkretisierung des Programmauftrags, den der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu erfüllen hat, in die Programmautonomie der Rundfunkanstalten eingreift und damit das Gebot der Staatsferne verletzt.

 

 

Böge, Ulf / Doetz, Jürgen / Dörr, Dieter / Schwartmann, Rolf



Band 24
Bestellung

Wieviel Macht verträgt die Vielfalt?
Möglichkeiten und Grenzen von Medienfusionen

Der Band dokumentiert eine gemeinsame Veranstaltung des Mainzer Medieninstituts und der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht in Kooperation mit dem 18. Medienforum NRW im Juni 2006. Gegenstand der Diskussion waren die Anfang des Jahres 2006 getroffenen Entscheidungen des Bundeskartellamtes und der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) zu der zu dieser Zeit geplanten Übernahme der ProSiebenSAT.1 Media AG durch die Axel Springer AG. In beiden Entscheidungen werden über den konkreten Fall hinaus Grenzen für Markt- und Meinungsmacht aufgezeigt, die auf ein unterschiedliches Echo gestoßen sind. Anliegen der Veranstaltung war es, den Beteiligten an der kontrovers diskutierten und schließlich gescheiterten Fusion ein Forum zu verschaffen.

 

 

 

Johannes Gerhard Reitzel



Band 23
Bestellung

Arbeitsrechtliche Aspekte der Arbeitnehmerähnlichen im Rundfunk

Die Arbeit behandelt die arbeitnehmerähnlichen Personen, die in den Rundfunkunternehmen beschäftigt sind. Sie verdeutlicht, welche Umstände einen freien Mitarbeiter als arbeitnehmerähnlich qualifizieren. Es werden die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen aufgezeigt, die über den eigentlichen Dienst- oder Werkvertrag hinaus die Arbeitnehmerähnlichkeit begründen. Darauf arbeitet der Autor die Unterschiedeheraus, die zwischen der Beschäftigung eines Arbeitnehmerähnlichen und der eines Arbeitnehmers bestehen. Unter Berücksichtigung bestehender Tarifverträge werden die beiden Modelle miteinander verglichen. Schließlich wird die Notwendigkeit der Unterschiede anhand des verfassungsrechtlichen Gebots der Rundfunkfreiheit gemessen und alternative Beschäftigungsformen diskutiert.

 

Dorit Bosch



Band 22
Bestellung

Die "Regulierte Selbstregulierung" im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Diese Arbeit untersucht die Zulässigkeit und Grenzen des Aufsichtssystems der regulierten Selbstregulierung im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vom 01.04.2003 anhand verfassungs- und europarechtlicher Vorgaben. In diesem System nehmen die privaten Selbstkontrolleinrichtungen die Aufsicht über die ihnen angeschlossenen Anbieter wahr. Die Länder geben lediglich die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor und richten eine Kontrolle über die Selbstkontrolleinrichtungen ein. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das gewählte Aufsichtsmodell im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag grundsätzlich zulässig ist. Jedoch werden insbesondere die Vorgaben des Demokratieprinzips und der Rundfunkfreiheit unzureichend umgesetzt. Danach muss im Bereich des Jugendmedienschutzes die Aufsicht von sachkundigen und staatsfreien Gremien durchgeführt und eine effektive hoheitliche Kontrolle über die Selbstkontrolleinrichtungen eingerichtet werden. Vor allem die Ausgestaltung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und ihre Befugnisse zur Kontrolle der Selbstkontrolleinrichtungen genügen diesen Vorgaben nur teilweise, so dass der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag diesbezüglich nachbesserungsbedürftig ist.

 

Henrike Maaß



Band 21
Bestellung

Der Dokumentarfilm - Bürgerlichrechtliche und urheberrechtliche Grundlagen der Produktion

Diese Arbeit wurde mit dem Förderpreis der Dr. Feldbausch-Stiftung des Jahres 2006 ausgezeichnet.
Die wachsende Beliebtheit realitätsentlehnter Darstellungen im deutschen Film und Fernsehen hat in den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Steigerung der Anzahl, Vielfalt und wirtschaftlichen Bedeutung dokumentarischer Formate geführt. Mit besonderem Fokus auf praktische Relevanz sowie unter Berücksichtigung der film- und medienwissenschaftlichen Diskussion widmet sich die Arbeit ausführlich den Rechtsfragen, die sich bei der Herstellung dokumentarischer Filme stellen. Neben der urheberrechtlichen Werk- und der Kunstqualität verschiedener dokumentarischer Formate wird im Rahmen einer umfassenden Darstellung des Zitatrechts (§ 51 UrhG) untersucht, inwieweit zu Dokumentationszwecken auf fremde, urheberrechtlich geschützte Werke zurückgegriffen werden darf. Am Beispiel von Lebens- und Charakterbildverfilmungen werden zudem ausführlich die persönlichkeitsrechtlichen Grenzen dokumentarischer Darstellungen aufgezeigt, wobei neben der jüngsten Judikatur des EGMR auch die vermögensrechtliche Qualität von Persönlichkeitsrechten sowie Fragen der persönlichkeitsrechtlichen Einwilligung und des Gestattungsvertrages thematisiert werden.

 

Stephanie Reese



Band 20
Bestellung

Der Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der Digitalisierung

Welche Ansprüche können oder besser müssen wir in der heutigen Zeit an den öffentlichrechtlichen Rundfunk stellen? Welche Veränderungen bringen die Digitalisierung und die Konvergenz der Medien? Besteht weiterhin eine Sondersituation des Rundfunks, die die Sonderstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks rechtfertigt? Wird Rundfunk zum reinen Wirtschaftsgut? Welche Anforderungen stellt Europa? Wie ist die Neuregelung des § 11 Rundfunkstaatsvertrag vor diesem Hintergrund zu bewerten? Diesen und anderen Fragen nähert sich diese Abhandlung und findet Antworten.

 

Sylke Wagner



Band 19
Bestellung

Das Websurfen und der Datenschutz

Mit dem Siegeszug des Internets, das als ein internationales Netzwerk von Computern den Nutzern Zugang zu umfangreichen Mengen an Informationen aus allen Teilen der Welt verschafft, sind neue Probleme für den Datenschutz verbunden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der daraus resultierenden Frage, ob der Einsatz von Cookies und Web Bugs durch öffentliche und nicht-öffentliche Anbieter von Internetdiensten datenschutzrechtlich zulässig ist und wenn ja, von welchen Bedingungen diese Zulässigkeit abhängt. Diese Frage des ob und wie der Cookies und Web Bugs im WWW wird nach Erläuterung der Grundlagen im Wege eines Vergleichs des U.S.-amerikanischen und des deutschen Rechts unter Einbeziehung der supranationalen Vorgaben untersucht. Auch die Selbstregulierung, ihre Bedeutung und die Datenschutzpraxis finden hierbei Berücksichtigung. Neben der Darstellung der gegenwärtigen Begebenheiten bewertet die Autorin die vorgefundenen Unterschiede und Ähnlichkeiten und schließt mit einem Ausblick in die zukünftige Entwicklung.

 

Sabine Groh

Band 18
Bestellung

Die Bonusregelungen des § 26 Abs. 2 S. 3 des Rundfunkstaatsvertrages

Diese Abhandlung beleuchtet die im 6. Rundfunkstaatsvertrag in § 26 Abs. 2 S. 3 eingeführten und im 7. Rundfunkstaatsvertrag geänderten so genannten Bonusregelungen. Nach einer Einführung in das Vielfaltssicherungsrecht des Rundfunkstaatsvertrags werden zunächst die Bonusregelungen dargestellt. Anschließend werden das Zusammenspiel mit der Ausstrahlung von Regionalfenstern und Drittsendezeit sowie die Auswirkungen der Bonusregelungen in der Praxis untersucht. Die Analyse schließt mit einer Untersuchung der Verfassungmäßigkeit und Reformvorschlägen.

 

 

 

Christine Jury

Band 17
Bestellung

Die Maßgeblichkeit von Art. 49 EG für nationale rundfunkpolitische Ordnungsentscheidungen unter besonderer Berücksichtigung von Art. 151 EG

Vor dem Hintergrund eines gesteigerten Problembewusstseins für vertikale Kompetenzabgrenzungen sowie einer fehlenden EG-rechtlichen Rundfunkkompetenz werden immer wieder Übergriffe der EG in die nationale Rundfunkhoheit beklagt. In diesem Kontext untersucht diese Arbeit die Maßgeblichkeit des EG-Rechts für nationale rundfunkpolitische Ordnungsentscheidungen am Beispiel deutscher gebührenfinanzierter Spartenkanäle. Unter Berücksichtigung der neueren EuGH-Rechtsprechung erweist sich dabei das EG-Beihilferegime für die fragliche Gebührenfinanzierung als nicht einschlägig. Die Anwendung des somit erst zum Zuge kommenden Art. 49 EG beinhaltet jedoch kein, wie zuweilen befürchtet, «Danaergeschenk» für die nationalen Rundfunkordnungen: Art. 151 EG stellt - als Kehrseite einer schmalen Kompetenzübertragung - eine Souveränitätsreserve zugunsten des mitgliedstaatlichen Rundfunksektors dar. Den materiellen Zusatzgehalten des Art. 151 EG ist im Rahmen der Rechtfertigungs- bzw. Verhältnismäßigkeitsprüfung von Eingriffen in die Dienstleistungsfreiheit im Wege der Herstellung vertikaler praktischer Konkordanz Rechnung zu tragen.

 

 

Frauke Blechschmidt

Band 16
Bestellung

Das Instrumentarium audiovisueller Politik der Europäischen Gemeinschaft aus kompetenz-rechtlicher Sicht

Gegenstand der Untersuchung bilden die rechtsangleichenden Maßnahmen und Förderaktivitäten der EU im Rahmen europäischer audiovisueller Politik. Medienpolitische Instrumente, wie die Richtlinien im Fernsehprogrammbereich, Urheberrecht und Medienkonzentrationsrecht sowie insbesondere das Programm MEDIA-Plus für den Bereich europäischer Filmförderung werden vor dem Hintergrund gemeinschaftlicher Zuständigkeitsverteilung analysiert und im Spannunsfeld wirtschafts- und kulturpolitischer Kompetenzen kritisch hinterfragt. Einbezogen sind hier auch solche Vorhaben, die sich bisher nicht realisieren ließen sowie Maßnahmen, die im HInblick auf die technologische Entwicklung im Mediensektor zu erwägen sind. Dabei plädiert die Verfasserin für eine stärker kulturpolitisch geprägte Verankerung europäischer audiovisueller Politik.

 

Dieter Dörr /
Stephanie Schiedermair

Band 15
Bestellung

Die Deutsche Welle
Die Funktion, der Auftrag, die Aufgaben und die Finanzierung heute

Ziel der Abhandlung ist zum einen die Erläuterung der verfassungsrechtlichen Vorgaben für die anstehende Novellierung des Deutsche-Welle-Gesetzes. Zum anderen werden Formulierungsvorschläge für eine rechtlich einwandfreie Neufassung gemacht. Die Analyse widmet sich zunächst der Funktion und dem Auftrag der Deutschen Welle aus verfassungsrechtlicher Sicht. Dabei spielt neben der Rundfunkfreiheit die Entscheidung des Grundgesetzes für die internationale Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Aus diesen Vorgaben wird der Kulturauftrag der Deutschen Welle abgeleitet. Ferner werden die rechtlichen Vorgaben für die Online-Aktivitäten der Deutschen Welle aufgezeigt. Schließlich wird der Rahmen für die Finanzierung der Deutschen Welle mit ihrem Anspruch auf funktionsangemessene Finanzierung beschrieben.

 

 

Dieter Dörr (Hrsg.)

Band 14
Bestellung

Rundfunk über Gebühr?
3. Mainzer Mediengespräch

Der vorliegende Band dokumentiert das 3. Mainzer Mediengespräch „Fernsehen über Gebühr?“. Veranstaltet wurde es im Juni 2002 vom Mainzer Medieninstitut in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Zeitalter der technischen Konvergenz diskutierten der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, VPRT-Präsident Jürgen Doetz, ZDF-Intendant Markus Schächter und SWR-Intendant Peter Voß. Ergänzt wird die Podiumsdiskussion durch den Vortrag des Direktors des Mainzer Medieninstituts über verfassungsrechtliche Vorgaben bei der Gestaltung bzw. Umgestaltung der Rundfunkfinanzierung, die auch im Zeitalter des Zusammenwachsens von Rundfunk und Internetnutzung Bestand haben.

Die Photos der Veranstaltung, die im Band abgedruckt sind, können Sie auch auf der Photoseite einsehen.

 

Dieter Dörr /
Stephanie Schiedermair



Band 13
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Rundfunk und Datenschutz

Die Stellung des Datenschutzbeauftragten des Norddeutschen Rundfunks

Die vorliegende Untersuchung analysiert die Stellung des Datenschutzbeauftragten beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ausgehend von der verfassungsrechtlichen Bedeutung der Rundfunkfreiheit einerseits und des Datenschutzes andererseits werden die verfassungsrechtlichen Vorgaben für die Stellung des Rundfunkdatenschutzbeauftragten aufgezeigt. Besondere Bedeutung erlangt hierbei der Schutz der Rundfunkfreiheit durch Verfahren. Im zweiten Teil werden die Vorgaben des europäischen Primärrechts und insbesondere auch der EG-Datenschutzrichtlinie dargestellt. Dabei werden zum einen die Auswirkungen der europarechtlichen Pflicht zur Einrichtung einer unabhängigen Kontrollstelle beschrieben. Zum anderen wird die Möglichkeit der Mitgliedstaaten zur Aufrechterhaltung eines Medienprivilegs erörtert.

 

Christian Ebsen



Band 12
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Fensterprogramme im Privatrundfunk als Mittel zur Sicherung von Meinungsvielfalt

Gegenstand der Arbeit sind die sogenannten Fensterprogramme nach dem Rundfunkstaatsvertrag. Die “Fenster” sind – je nach Art in unterschiedlichem Maße – eigenständige Fernsehprogramme im Rahmen des Programms eines anderen Veranstalters, welche der Meinungsvielfalt dienen sollen. Im verfassungs-, europa- und allgemein-medienrechtlichen Kontext werden die Ursprünge der Fensterprogrammregelung und deren Funktion zur Förderung von Meinungsvielfalt aufgezeigt und problematisiert. Detailliert werden die unterschiedlichen Arten von regionalen und bundesweiten Fensterprogrammen und insbesondere deren verfahrensmäßige Ausgestaltung in der Praxis untersucht. Schließlich werden die zuvor aufgeworfenen Verfassungsfragen beantwortet.

 

Stefan Sporn



Band 11
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Die Ländermedienanstalt

Das Ziel der Arbeit ist einerseits eine Analyse der Aufsicht über den privaten Rundfunk in Deutschland und auf europäischer Ebene und andererseits die Konstruktion verschiedener Modelle für die zukünftige Organisation dieser Aufsicht. Methodisch wird die bestehende Organisation in Deutschland und in einigen Vergleichsstaaten dargestellt und der Frage nach der Notwendigkeit einer speziellen Rundfunkaufsicht und der Reformbedürftigkeit der bisherigen Rundfunkregulierung nachgegangen. Es folgt eine Auseinandersetzung mit Organisationsmodellen für die Aufsicht über den privaten Rundfunk und elektronische Medien generell. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist die Forderung nach Gründung einer "Ländermedienanstalt" als gemeinsame Anstalt der Länder in Deutschland und eines "Europäischen Medienrates" als Kooperationsgremium auf europäischer Ebene.

 

Markus Nauheim



Band 10
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Die Rechtmäßigkeit des Must-Carry-Prinzips im Bereich des digitalisierten Kabelfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland

Diese Arbeit untersucht die für digitalisierte Kabelfernsehanlagen geltende Must-Carry-Regelung des Vierten Rundfunkänderungsstaatsvertrages auf ihre verfassungsrechtliche Rechtmäßigkeit. Insbesondere wird die Frage gestellt, ob diese Regelung gegen die garantierten Grundrechtspositionen der privaten Kabelnetzbetreiber verstößt. Nach einer Darstellung der Entstehungsgeschichte des Must-Carry-Prinzips in den USA werden die aktuelle Kabelbelegungspraxis sowie das diesbezügliche Verfassungsverständnis in Deutschland analysiert. Dies bildet die Grundlage für die Prüfung des landesrechtlichen Ordnungsrahmens der digitalen Fernsehlandschaft. Zum allgemeinen Verständnis wird beschrieben wie digitales Kabelfernsehen funktioniert, um daran anschließend die Gesetzgebungszuständigkeit der Länder zum Erlass der Must-Carry-Regelungen zu untersuchen. Das Ergebnis der Abhandlung besteht darin, dass die Länder zum Erlass der Must-Carry-Regeln im Bereich des digitalisierten Kabelfernsehens zuständig sind und diese Regeln weder gegen die Berufsfreiheit noch gegen die Eigentumsgarantie der privaten Kabelnetzbetreiber verstoßen.

 

Dieter Dörr (Hrsg.)



Band 9
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www.otello.de
Klassik nur noch im Internet oder per pay?

Symposium aus Anlass des 85. Geburtstages von Professor Dr. Heinz
Hübner

Der Sammelband behandelt die Schnittstelle zwischen Kunst und Kultur einerseits und dem Rundfunk andererseits. Dabei geht es vor allem um die hochaktuelle und immer wieder umstrittene Frage, wo und wie Kultur im Fernsehen dargestellt werden soll. Der Band vereint fünf Referate von Experten aus der Kulturarbeit und der Rundfunkwissenschaft, die bei einem Symposium zu Ehren von Professor Dr. Heinz Hübner gehalten wurden. Die besondere Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Kulturbereich wird ebenso dargestellt wie das Verhältnis der privaten Programme zur Kultur. Darüber hinaus werden der Einfluss der Medien auf die Kulturarbeit und die aus der Rundfunkfreiheit ableitbaren Aufgaben in diesem Sektor untersucht. Die urheberrechtliche Problematik der Verwertung von klassischen Bühnenaufführungen im Fernsehen schließt das Thema ab. Gegenstand des Sammelbandes ist also ein Bereich, der weit über den aktuellen Festanlass des Jubilars in die Zukunft deutet.

 

Dieter Dörr



Band 8
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Sport im Fernsehen: Die Funktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei der Berichterstattung

Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk zur Sportberichterstattung verpflichtet? Das ob und wie dieser Frage ist hochaktuell und umstritten. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen meist Probleme der zuschauerattraktiven Sportarten wie Fußball, Formel 1 und Boxen. So stellt sich die Frage der Übertragung wichtiger Sportereignisse exklusiv im Pay-TV. Daneben geht es aber auch um die Breite des Sportspektrums, etwa Freizeitsport, Behindertensport oder Sportpolitik. Dabei interessiert vor allem, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk berechtigt oder gar verpflichtet ist, über den Sport in seiner gesamten Bandbreite zu berichten. In dieser Untersuchung klärt der Autor, inwieweit der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehalten ist, im Sinne des klassischen Programmauftrags ein umfassendes Bild der Sportwirklichkeit zu vermitteln. Eine spezielle Funktion bei der Sportberichterstattung wäre zugleich eine weitere Legitimationsgrundlage für die Gebührenfinanzierung und die starke Rolle der Öffentlich-Rechtlichen im dualen System.
Die zusammenfassenden Thesen dieses Werkes stehen Ihnen bereits jetzt zur Verfügung.

 

Torsten Schreier



Band 7
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Das Selbstverwaltungsrecht der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

Dürfen die Rundfunkanstalten in Ausübung ihrer Programmautonomie neue Programme ins Leben rufen? In welchem Verhältnis steht ihr Selbstverwaltungsrecht zum Grundrecht der Rundfunkfreiheit, und hat das Selbstverwaltungsrecht gegenüber der Rundfunkfreiheit der Anstalten überhaupt eine eigenständige Bedeutung? Dies ist ein Ausschnitt aus den Problemen, für die die Arbeit Lösungen anbietet. Trotz der Fülle der rundfunkrechtlichen Literatur ist sie die erste Abhandlung, die sich monographisch mit diesem Thema auseinandersetzt. Das Selbstverwaltungsrecht der Rundfunkanstalten wird sowohl in seiner organisations- als auch in seiner verfassungsrechtlichen Dimension eingehend analysiert und in der Dogmatik der Selbstverwaltung sowie der Rundfunkfreiheit positioniert.

 

Wolfgang Lent



Band 6
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Rundfunk-, Medien-, Teledienste

Was unterscheidet lizenzpflichtige Rundfunkdienste von lizenzfreien Medien- und Telediensten? Und welche Befugnisse haben öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten angesichts einer "neuen Vielfalt" der Internetangebote? Diese sehr aktuellen und praxisrelevanten Fragen stehen im Mittelpunkt der Studie. Der Autor geht von einem interdisziplinären Ansatz aus, der medienwissenschaftliche Erkenntnisse zu der vom BVerfG postulierten "Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft" des Rundfunks juristisch fruchtbar macht. Systematisch werden Merkmale des verfassungsrechtlichen Rundfunkbegriffs herausgearbeitet. Eine Vielzahl typischer Online-Dienste wird rechtlich eingeordnet. Reichweite und Grenzen öffentlich-rechtlicher Programm- und Internetaktivitäten werden ausführlich erörtert.

 

Martin Stock



Band 5
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Medienfreiheit in einer EU-Grundrechtscharta: Art. 10 EMRK ergänzen und modernisieren!

Die Grundrechtscharta ist ein anspruchsvolles Vorhaben der Europäischen Union. 1999 unter deutscher Präsidentschaft vom Europäischen Rat initiiert, soll sie noch in diesem Jahr feierlich verkündet werden. Derzeit berät ein Brüsseler Konvent unter großem Zeitdruck über den Text der Charta. Dieser Beitrag will dafür mehr öffentliches Interesse wecken und eine breitere Diskussion anregen. Am Beispiel der Medienfreiheit werden ungeklärte konzeptionelle Grundfragen und europapolitische Alternativen aufgezeigt. Der Verfasser wendet sich gegen bisherige Vorschläge, wonach sich die Charta im wesentlichen auf die Freiheit der Meinungsäußerung nach Art. 10 EMRK beschränken soll. Er sieht darin eine Vernachlässigung des öffentlich- rechtlichen Rundfunks und seiner funktional - dienenden Freiheit. Er plädiert dafür, die Rundfunkfreiheit als Funktionsgrundrecht auszugestalten und auf ein leistungsfähiges europäisches duales System zuzuschneiden. Der Anhang enthält einschlägige nationale und europäische Dokumente, bis zu aktuellen Entwurfstexten aus dem EU-Grundrechtskonvent.

 

Dieter Dörr
unter Mitarbeit von Mark D. Cole

Band 4
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Big Brother und die Menschenwürde

Die Menschenwürde und die Programmfreiheit am Beispiel eines neuen Sendeformats.

Anlass der Untersuchung war das umstrittene Sendevorhaben Big Brother, bei dem 10 Personen 100 Tage lang von der Außenwelt abgeschirmt unter ständiger Kamerabeobachtung in einem Wohncontainer leben. Die Untersuchung gibt eine juristische Antwort auf die Frage der Vereinbarkeit des Sendevorhabens mit der Menschenwürde. Dabei hat der Verfasser eine umfassende Analyse zur Menschenwürde vorgenommen. Zunächst setzt er sich intensiv mit der Gewährleistung der Menschenwürde im Grundgesetz auseinander, wobei auch die bisherige Rechtsprechung kritisch beleuchtet wird. Anschließend wird die Beeinträchtigung der Menschenwürde durch Fernsehsendungen erörtert. Schließlich misst der Verfasser das konkrete Programmvorhaben Big Brother an der Menschenwürde in dreierlei Hinsicht - Teilnehmerschutz, Rezipientenschutz und Schutz der allgemeinen Wertordnung - und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Verstoß nicht vorliegt.

  

Claudia Braml

Band 3
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Das Teleshopping und die Rundfunkfreiheit

Eine verfassungs- und europarechtliche Untersuchung im Hinblick auf den Rundfunkstaatsvertrag, den Mediendienste-Staatsvertrag, das Teledienstegesetz und die EG-Fernsehrichtlinie.

In dieser Arbeit wird der verfassungsrechtliche Rundfunkbegriff aufgearbeitet, um ihn für neue Inhaltsangebote - wie das Teleshopping - faßbar zu machen. Dabei setzt sich die Verfasserin kritisch mit dem traditionellen Verständnis des Bundesverfassungsgerichts von der Rundfunkfreiheit auseinander und schlägt eine strukturelle Angleichung an die subjektivrechtliche Ausrichtung anderer Grundrechte vor. Am Maßstab der für die deutsche und für die europäische Rundfunkfreiheit herausgearbeiteten Vorgaben werden im Anschluß die für das Teleshopping relevanten Regelungen der EG-Fernsehrichtlinie, des Mediendienste-Staatsvertrags und des Teledienstegesetzes untersucht. Dabei zeigt sich, daß der aus dem Bereich des klassischen Rundfunks übernommene Ordnungsrahmen in verschiedenen Bereichen der Anpassung bedarf.

 

Dieter Dörr

Band 2
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Umfang und Grenzen der Rechtsaufsicht über die Deutsche Welle.

Die Untersuchung gibt eine Antwort auf die Frage nach Umfang und Grenzen der Rechtsaufsicht über die Bundesrundfunkanstalt Deutsche Welle. Dabei erläutert der Verfasser zunächst die Grundsätze der Staatsaufsicht und ihre verschiedenen Ausprägungen. Im Folgenden wird deren Anwendbarkeit auf Rundfunkanstalten im Allgemeinen überprüft. Weiterhin wird der Anwendungsbereich der Rundfunkfreiheit in Bezug auf die Deutsche Welle erörtert. Schließlich setzt sich der Verfasser mit den Grenzen der Rechtsaufsicht über die Deutsche Welle auseinander und geht insbesondere auf das Verhältnis der Rechtsaufsicht durch den Bund zu den anstaltsinternen Kontrollgremien ein. Abschließend wird festgestellt, welche Arten von Aufsichtsmitteln nach dem Deutsche Welle Gesetz überhaupt in Betracht kommen. Der Verfasser kommt schließlich zu dem Ergebnis, daß bei verfassungsgemäßer Auslegung des DWG die Deutsche Welle nur einer beschränkten Rechtsaufsicht unterliegt.

  

Peter Charissé



Band 1
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Die Rundfunkveranstaltungsfreiheit und das Zulassungsregime der Rundfunk- und Mediengesetze.
Eine verfassungs- und europarechtliche Untersuchung der subjektiv-rechtlichen Stellung privater Rundfunkveranstalter

Diese Arbeit versucht, den verfassungs- und europarechtlichen Rahmen der Rundfunkveranstaltung ganz grundsätzlich zu systematisieren und konkrete Berechtigungen der privaten Veranstalter innerhalb des geltenden Zulassungsverfahrens herauszuarbeiten. Behandelt werden originäre Veranstaltungsrechte im Sinne einer Rundfunkveranstaltungsfreiheit, aber auch Ansprüche auf die Zuweisung von technischen Übertragungskapazitäten. Schließlich wird auf Rechte der Bewerber im Falle der Ausschreibung von knappen Übertragungsmöglichkeiten eingegangen. Dabei setzt sich der Verfasser kritisch mit der Ausgestaltungsdogmatik des Bundesverfassungsgerichts auseinander und befaßt sich eingehend mit dem Begriff der "allgemeinen Gesetze" des Art. 5 Abs. 2 GG. Systematisch analysiert wird daneben die Struktur der Grundfreiheiten des EG-Vertrags und Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Arbeit wurde mit dem Förderpreis der Dr. Feldbausch-Stiftung des Jahres 1998 für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Rundfunkrechts und der Rundfunkökonomie ausgezeichnet.